Kommunaler Nahverkehr Bayern

Forderungen beschlossen!

am 3. Mai 2016 wurden in der zweiten Sitzung der Tarifkommission der NahVG die Forderungen zu den bevorstehenden Tarifverhandlungen zum
Tarifvertrag Nahverkehrsbetriebe Bayern (TV-N Bayern) beschlossen.



Im Hinblick auf die Nachwuchsförderung fordert der dbb für Auszubildende:

Die Forderungen im Einzelnen:

  • Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent bei einer Laufzeit von12 Monaten
  • Entsprechende Dynamisierung der Schicht- und Wechselschichtzulagen
  • Abschaffung der Entgeltgruppe F, Eingruppierung bzw. Überleitung desFahrdienstes aus der Entgeltgruppe F in die EG 4
  • Schaffung einer monatlichen Ballungsraumzulage für die Beschäftigten inStädten mit einer Einwohnerzahl größer als 100.000 i.H.v. 78,34 Euro biszu einem Grenzbetrag i.H.v. 3.490,50 Euro sowie Schaffung einer ergänzenden monatlichen Leistung für Kinder i.H.v. 20,89 Euro bis zu einemGrenzbetrag i.H.v. 4.779,78 Euro
  • Verbesserung bei der Umsetzung der Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen, hier: Verlängerung des Nachtarbeitszeitraumes bis 6.00 Uhr und Verbesserungen bei der Berücksichtigung von Wegezeiten

Nachwuchsförderung für Auszubildende:

  • Erhöhung der Entgelte um 100 Euro monatlich
  • Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • Vollständige Übernahme von Reisekosten zu einer auswärtigen Berufsschule oder zu überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen
  • 30 Tage Urlaub
  • Schaffung einer monatlichen Ballungsraumzulage für die Auszubildenden inStädten mit einer Einwohnerzahl größer als 100.000 i.H.v. 39,17 Euro sowieSchaffung einer ergänzenden monatlichen Leistung für Kinder i.H.v. 20,89Euro bis zu einem Grenzbetrag i.H.v. 1.214,17 Euro

Als nächstes steht die Vereinbarung von Verhandlungsterminen mit demKommunalen Arbeitgeberverband Bayern an. Wir berichten zeitnah!

Kompromiss mit vielen Facetten

Viel erreicht! Viel gestaltet!
Manches verhindert!

Der Abschluss ist geschaff. Die Einkommensrunde 2016 mit Bund und Kommunen endete am 29. April 2016 mit einem Kompromiss.

Willi Russ, dbb Verhandlungsführer, antwortete auf die Frage, ob er mit dem Ergebnis, das eine lineare Entgelterhöhung von tabellenwirksamen 4,75 Prozent umfasst, zufrieden sei: „Zufrieden? Ja, aber nicht restlos. Wir haben viel erreicht, viel gestaltet und manches verhindert. Aber es ist traurig, dass es mit Bund und Kommunen nicht möglich war, endlich die unbefristete Übernahme der Azubis zu regeln. Da hätten wir gemeinsam Zukunft sichern können. Der Blick dafür fehlte den Arbeitgebern. Gleiches gilt für die Position der Arbeitgeber beim Problem der sachgrundlosen Befristungen. Hier wollen Bund und Kommunen an einer Praxis festhalten, die arbeitnehmerfeindlich ist und die hohe Qualität des öffntlichen Dienstes in Frage stellt. Auf der anderen Seite haben wir mit der Gestaltung einer modernen Entgeltordnung im kommunalen Bereich strukturell viel erreicht.“

Das Ergebnis im Detail:

Lineare Entgelterhöhung
Die Tabellenentgelte (einschließlich der Beträge aus einer individuellen Zwischen- oder Endstufe sowie der Tabellenwerte für die Entgeltgruppen 2Ü und 15Ü) werden

  • ab 1. März 2016 um 2,4 Prozent und
  • ab 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent

erhöht.

Mehr zum Thema:

Download: Flugblatt zur Einkommensrunde [1.555 KB] [PDF]
Download: Mitglieder-Info [622 KB] [PDF]

NAHVG Aktuell

NEWS & UPDATES

AKTUELL

Streik und Demo am 27. April 2016 in Bochum - 27.04.2016 - Bochum - Über 10.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen haben am 27. April 2016 in Verwaltungen, im öffentlichen Personennahverkehr, bei Müllentsorgung, kommunalen Kliniken und Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen die Arbeit niedergelegt.

NahVG im Dialog - 11.04.2016 - Berlin - Am 11. April 2016 fand in Berlin ein erstes Gespräch mit Michael Donth, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundestags.

Die Büchse der Pandora - 04.03.2016 - Hildesheim - SVHI prüft Gehaltskürzungen, um Arbeitsplätze zu erhalten

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Aufstand der Busfahrer

Lohndumping im Auftrag der Landkreise

Da tickt etwas...

Und die Hausgewerkschaft, die das ganze durch den Abschluss "Ihres" Tarifvertrages mit verursacht hat...
Wir sagen: Genug ist genug! Unsere Kolleginnen und Kollegen sind nicht die Lustknaben der Sparwut der Aufgabenträger!

Link: Video - SWR 3 [5:47 min.]

Erster konkreter Anwendungsfall:

NAHVERKEHRSGEWERKSCHAFT LEGT VERFASSUNGSBESCHWERDE GEGEN TARIFEINHEITSGESETZ EIN

Die Nahverkehrsgewerkschaft (NahVG) hat in enger Abstimmung mit ihrem Dachverband als erste Gewerkschaft Verfassungsbeschwerde gegen das Tarifeinheitsgesetz (TEG) erhoben.

Erstmalig nach den im Oktober abgelehnten Eilanträgen dreier Spartengewerkschaften liegt im Falle der NahVG eine konkrete und massive Benachteiligung vor. Die Verfassungsrichter behielten sich ausdrücklich vor, bei
einer erheblichen Änderung der Tariflandschaft doch noch eine einstweilige Anordnung gegen das TEG zu erlassen, bevor eine Entscheidung im Hauptverfahren fällt.

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